Weitere Projekte 2018-02-26T21:03:17+00:00

Aktuelle und abgeschlossene Projekte

Projekt Smart Solar Grid (abgeschlossen)

Das Ziel des Projekts Smart Solar Grid ist die Entwicklung und Erprobung einer Kommunikationseinheit für den Netzanschluss von dezentralen regenerativen Energiesystemen zur Verknüpfung der Funktionen – Abrechnung – Anlagen-Betriebsführung – Netzbetriebsführung.

Die Entwicklung erfolgt zweistufig. In der ersten Stufe werden im AP1 die Funktionen Abrechnung mit intelligenten Zählern und Betriebsführung Photovoltaik in einem intelligenten Zähler vereint, sowie im AP2 ein Photovoltaik-Datenlogger mit standardisierten Kommunikationsprotokollen aus der Netzleittechnik ausgerüstet um eine durchlässige und effiziente Kommunikation zwischen Einspeiser und Netzleitwarte zu ermöglichen.

Aufbauend auf den Ergebnissen aus der ersten Stufe und einer detaillierten Marktanalyse der drei Bereich – Intelligente Zähler, Photovoltaik-Monitoring und Netzbetriebsführung (AP3) – wird in der zweiten Stufe die Entwicklung der Rolle eines Kommunikationsdienstleisters betrachtet um daraus die Anforderungen für eine standardisierte Kommunikationseinheit abzuleiten (AP4). Mit diesem Anforderungsprofil des zukünftigen Marktumfelds sind der Aufbau und die Demonstration der Funktion eines Prototyps der standardisierten Kommunikationseinheit in einem Testumfeld für Kommunikationsdienstleister geplant.

Projektpartner: Solare Datensysteme GmbH, AMA-Systems GmbH, KACO new Energy GmbH, Hessware GmbH, Theben AG.

Projekt Quartierspeicher

Als Alternative zu lokalen Batteriespeichern, die noch relativ teuer sind, erarbeitet unser Team an der Hochschule Ulm zusammen mit der SWU derzeit das Projekt „Quartierspeicher“.

Es wird erprobt und analysiert, wie Quartierspeicher als Alternative oder Ergänzung für Heimspeicher verwendet werden können, wie Bürger ohne eigene PV-Anlage Nutzen tragen, durch welche Maßnahmen die Speicher den effizienten Betrieb des Verteilnetzes unterstützen und auch, welche Synergieeffekte auf die Wirtschaftlichkeit und Netzstabilität, z.B. eine Anbindung der Speicher an die Straßenbahn oder E-Mobil-Schnellladesäulen, bringen könnte.

In 3 Ansätzen werden ein „Cloud-Speicher“-Modell mit rein bilanzieller Abrechnung, ein Quartierspeicher mit physikalischer Aufbewahrung von Überschüssen wie in einer Strombank untersucht und implementiert und ein Areal-Speicher für ein Neubaugebiet konzipiert.

Projekt Nathan-PV (aktuell)

Das Projekt Nathan-PV beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Planungsverfahrens für den Netzausbau von Verteilnetzen mit einem hohen Anteil dezentraler Photovoltaikanlagen.

Hierfür sollen vorhandene Datensysteme, Informationsquellen und Netzmodelle kombiniert werden und soweit möglich ein automatisierter Datenaustausch implementiert werden.

Ein weiteres Ziel ist es verschiedene Netzabschnitte automatisiert zu berechnen und die Ergebnisse auf größere Verteilnetze hochzuskalieren. Dazu sollen verschiedene Kennwerte definiert werden um eine aktive Netzplanung zu ermöglichen.

Da zum heutigen Zeitpunkt keine Messsysteme in den Niederspannungsnetzen vorhanden sind wird die Netzbetriebsführung durch die steigende Zahl an Photovoltaik Anlagen erschwert. Aus diesem Grund sollen die definierten Testgebiete mit Messequipment ausgestattet werden. Ziel ist es mittels Netzsimulationen die nötige Anzahl von Messgeräten zu minimieren, um die Kosten für die Netzbetreiber so gering wie möglich zu halten.

Projektpartner sind die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, DigSILENT GmbH, die Universität Agder, AMA Systems GmbH

Projekt Orpheus (Projektende 2016)

http://www.orpheus-project.eu/

Das Projekt Orpheus befasst sich mit der Optimierung von Hybridnetzen für intelligente Städte.

Das Projekt beinhaltet drei Ziele. Die Entwicklung von übergreifenden Kontrollstrategien für eine intelligente Energieversorgung in Städten und Lösungen für Kontrollsysteme von Hybridnetzen.

Die Verbesserung der Interaktionen zwischen verschiedenen Energienetzen durch zeitgleiche Optimierung für individuelle Anforderungen, Energieeffizienz und Energie Einsparungen, sowie verknüpfte operative, wirtschaftliche und soziale Einflüsse.

Ausganspunkt sind zwei real existierende Systeme zweier Städte, für welche die Betriebsstrategien für die heutigen und zukünftigen Marktsituationen weiterentwickelt werden.

Projektpartner sind die Wirtschaft und Infrastruktur GmbH & CO Planungs KG (WIP), Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH, Technische Universität Wien, Austrian Institute of Technology GmbH (AIT), Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt EV (DLR), NEC Europe Ltd, Technische Universität Lulea (Schweden), Skelefftea Kraft AB (Schweden)

Weitere Informationen finden Sie in diesem PDF zum Download.

AK-Projekt Endorse (abgeschlossen)

Dieses Projekt hat das Ziel Optionen zur Netzintegration fluktuierender Stromerzeuger auf Niederspannungsebene aufzuzeigen (Blindleistungsregelung, Einsatz von Speichern, Einspeise- und Lastmanagement, Einsatz von regelbaren Ortsnetztransformatoren, Netzumbau- bzw. ausbau).

Als Referenz gilt die manuelle elektrische Netzsimulation von Testgebieten. Zudem umfasst das Projekt die Einbindung  einer Solardachpotentialanalyse, eine automatisierte Netzsimulation,  die Findung eines optimalen Netzausbaus sowie die Optimierung von elektrischen Referenznetzen.

Projektpartner sind das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoffforschung Baden-Württemberg (ZSW), die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm Netze GmbH.

Forschungsprojekt C/sells

http://www.csells.net/de/

Die Smart Grids Forschungsgruppe an der Hochschule Ulm arbeitet in C/sells Inhaltlich an breiter Front und ist nahezu in allen Teilprojekten vertreten. Dabei sollen in der Anfangsphase des Projekts im Fokus wissenschaftliche Themen bearbeitet werden, die zunehmend durch die Demonstratorzellen in Ulm begleitet werden und so in die Praxis geführt werden.

Ziel ist es, die im Projektantrag definierten Fragestellungen für ein zellular organisiertes Stromnetz, das überwiegend durch dezentrale Stromerzeugungsanlagen geprägt ist, zu beantworten. Diese Fragestellungen betreffen sowohl die Digitalisierung und Automatisierung der Kommunikation, einen optimierten Netzbetrieb, Methoden zu Planung und Entwicklung von Netzen als auch die Kopplung von unterschiedlichen Energienetzen (Strom-, Wärme- und Gas-Netz) zu Hybridnetzen. In Ulm sind dabei drei Demonstratorzellen eingebunden: Einsingen und Hitistetten, mit Schwerpunkten in der Netzzustandserfassung, Erprobung der Smart Meter Infrastruktur bis zur Netzleitwarte sowie Power-to-Heat für Prosumenten. Sowie gesamt Ulm, mit dem Fokus auf dem Test und der Erprobung des Smart Meter Rollout in Ulm. Alle Aktivitäten in den Demozellen, aber auch die wissenschaftlichen Fragestellungen werden von der Smart Grids Forschungsgruppe in enger Kooperation mit den Stadtwerken Ulm (SWU) bearbeitet. Dabei werden zur optimalen Abstimmung sowohl regelmäßige Treffen bei der SWU durchgeführt, als auch zusammen Themen durch aktive Mitarbeit in die Stadt Ulm getragen.