Forschungsprojekt ESOSEG 2018-02-23T15:25:37+00:00

Forschungsprojekt ESOSEG

Datendrehscheibe für Verteilnetzbetreiber

Die Smart Grids Forschungsgruppe an der Hochschule Ulm ist Teil des Forschungsprojekts ESOSEG (Environment for Simulation, Operation and Optimization of Smart Energy Grids). Dieses Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, ein flexibles und modular erweiterbares Open-Source Analyseframework zu entwickeln, um bestehende Netzstrukturen zu analysieren, mögliche Schwachstellen zu identifizieren und Ausbaumöglichkeiten auf ihre Wirtschaftlichkeit zu überprüfen.

Dies wird durch eine herstellerunabhängige Betrachtung einer Vielzahl an Systemen sichergestellt, damit das Framework mit möglichst vielen konkreten technischen Schnittstellen, Datenmodellen und Systemabläufen verwendet werden kann. Um dies zu gewährleisten wird das Framework zuerst im Smart Grid-Labor der Hochschule Ulm getestet. Im bisher erstellten Prototypen wurde insbesondere ein Anwendungsfall zur Erstellung eines Netzmodells für die Netzberechnung in einem Verteilnetz aus den Datenquellen GIS-System (Netzbetriebsmittel), Asset-Management (technische Daten der Netzbetriebsmittel) und Energiedatenmanagement (Zählerdaten der Lasten und Einspeiser) betrachtet.

Als Standard für den Datenaustausch zwischen den Systemen wurde das Common Information Model gewählt (Normenreihe IEC61970 und IEC61968). Bis zum Laufzeitende des Projekts erfolgt in Zusammenarbeit mit zwei beteiligten Stadtwerken (Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm sowie Stadtwerke Pfarrkirchen) die Evaluierung der Plattform in zwei Feldtest-Instanzen, welche nochmals speziell auf die beim jeweiligen VNB eingesetzten Systeme angepasst werden. Daraus lassen sich dann konkrete Aussagen über die potenziell erzielbaren Einsparungen bei den Aufwänden für den Zugriff auf die verschiedenen Informationssysteme ableiten.

Software-Architektur der ESOSEG Plattform mit beispielhaften Komponenten. In der oberen Zeile sind die im Forschungsprojekt betrachteten Komponenten abgebildet, in der unteren Zeile eine Auswahl an möglichen weiteren Konfigurationen beim Anbinden von weiteren Systemen. Mittels der ESOSEG-Verbindungsschicht (Bild-Mitte) ist eine Vielzahl an Integrationsvarianten umsetzbar, je nach den beteiligten Komponenten.